Aktuelles

Der Allgemeine Schützenverein hat ein neues Königspaar

Guido Wissing und Dotti Gortheil regieren den Schützenverein


Der Schießmeister mit dem Schnäuzer

Foto und Text: Allgemeine Zeitung Coesfeld – Leon Seyock

Es ist angerichtet – Der eigene Song

Produziert von den Fahnenschlägern

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„Immer genug Munition dabei“

Reinhard Elsbecker tritt als Schießmeister in die Fußstapfen von Franz Volpert 

Die drei 1. Vorsitzenden der Letter Schützenvereine haben den langjährigen Schießwart Franz Volpert verabschiedet: (v.l.) Johannes Georg Reuver (Letter Berger Schützenverein), Franz Volpert, Alfred Hörbelt (Allgemeiner Schützenverein) und Michael Peter (Schützenverein Herteler).

Für Reinhard Elsbecker (58), Beisitzer im Vorstand des Allgemeinen Schützenvereins, gibt es beim Schützenfest 2023 eine Premiere. Erstmals wird er als Schießmeister für einen sicheren und reibungslosen Verlauf des Vogelschießens sorgen. Er ist Nachfolger des langjährigen Schießmeisters Franz Volpert (82).

Reinhard Elsbecker (58), Beisitzer im Vorstand des Allgemeinen Schützenverein und neuer Schießmeister

„Ich trete damit in große Fußstapfen“, sagt Reinhard Elsbecker voller Bewunderung für seinen Vorgänger. Dieser habe seine Aufgabe stets gewissenhaft erfüllt, habe bei keinem Vogelschießen gefehlt, sei stets pünktlich gewesen, und vor allem: „Franz Volpert hatte immer genug Munition dabei.“ Er habe stets dafür gesorgt, dass der Vogel nicht allzu schwer oder hart war, um den Wettbewerb nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

„Franz Volpert ist ein Institution“, betont Reinhard Elsbecker. Er hofft, dass er seine Aufgabe als Schießmeister genauso gut erfüllen kann. Als Inhaber eines Jagdscheines erfüllt Elsbecker bereits eine wichtige Voraussetzung. Wichtig sei auch, dass die Waffen und die Munition stets sicher und ordnungsgemäß gelagert würden. Das würde die Polizei in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

Am Schießstand selbst trägt der Schießmeister dafür Sorge, dass die Waffe so in die Stafette eingespannt wird, dass der Schuss auf keinen Fall am Kugelfang vorbeigeht. Für die Schützen hat Reinhard Elsbecker auch Tipps parat, damit zum Beispiel der Rückstoß der Waffe nicht zu heftig ausfällt. „Man merkt sofort, ob es sich um einen geübten Schützen handelt oder nicht“, sagt Reinhard Elsbecker. Wie Franz Volpert ist auch er nicht nur Schießmeister für den Allgemeinen Schützenverein Lette, sondern auch für die Schützen vom Letter Berg und vom Herteler.

Reinhard Elsbecker muss als Schießmeister bei ausgelassener Stimmung, knisternder und buchstäblich explosiver Spannung stets konzentriert sein und den Überblick behalten. Bei allem Überschwang und aller Ausgelassenheit muss er die Schützen an den sachgerechten Umgang mit der Waffe erinnern. Dieser bedarf nicht nur der amtlichen Erlaubnis, sondern auch der Umsicht und Erfahrung des Experten.

Nach den gesetzlichen Vorgaben, die die Sicherheit von Schützen und Zuschauern gewährleisten sollen, nimmt der Schießmeister wichtige Aufgaben wahr. Vor dem Königsschießen überprüft er die Schießanlage an der Vogelstange und besonders die Absperrungen und den Kugelfang. Die Überprüfung des Gewehres und der Halterung gehört selbstverständlich auch zu den Sicherheitsmaßnahmen. Der Schießwart hält 400 Patronen für den Wettbewerb bereit. Es wird mit Schrot geschossen.

Um diese verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen zu können, darf sich Reinhard Elsbecker kein einziges Glas Bier gönnen. Doch nachdem der Wettbewerb beendet und die Waffen und Munition wieder sicher verschlossen sind, kann er mit seinen Vereinskameraden mitfeiern.

Als Schießmeister nimmt er auch nicht selbst am Vogelschießen teil. Das stellt für Reinhard Elsbecker überhaupt kein Problem dar. König und Kaiser sei er bereits gewesen. 2001 und 2008 holte er den Vogel von der Stange. Damals benötigte er 452 beziehungsweise 199 Schuss. Er ist gespannt, wie viele Patronen in diesem Jahr auf den Vogel abgefeuert werden müssen.

Wenn es zu lange dauert, werde ich den Vogel ansägen“, schmunzelt er und freut sich auf einen spannenden und fairen Wettbewerb.

Königstreffen des Allgemeinen Schützenvereins

Es hat schon eine lange Tradition, das Königstreffendes Allgemeinen Schützenvereins in Lette.

Eigentlich findet es alle fünf Jahre im Frühjahr statt. Letztmalig trafen sich die Könige und Königinnen im Frühjahr 2016. Durch die Corona-Pandemie wurde das Treffen in den Herbst verschoben, nun fand es in der Gaststätte Zumbültstatt. Es gibt in Lette 41 Könige und Königinnen, die einmal mit Stolz die Königswürde im Windmühlendorf innehatten. Viele waren in diesem Jahr zum Königstreffen gekommen, wobei es bedingt durch Corona auch einige Ausfälle gab. Auch der amtierende König und Vorsitzender des Allgemeinen Schützenvereins Alfred Hörbelt und seine Königin Christiane Hessel-Wirtgen waren an diesem Abend mit dabei. 

„Das Treffen ist immer richtig schön. Die guten Gespräche, das stimmige Miteinander, dass macht schon richtig Freude“, ist Hörbelt begeistert.

Ein festliches Abendessen durfte natürlich nicht fehlen, Fotos aus den jeweiligen Königsjahren wurden gezeigt und später wurde auch das Tanzbein geschwungen. Die Tanzgruppe des Allgemeinen Schützenvereins zeigte einen Gardetanz. Ihnen wurde großer Applaus gezollt.

Das Treffen wird dem einen oder anderen sicherlich in schöner Erinnerung bleiben.

Auch der Vogel für das Schützenfest wird in Eigenregie hergestellt

Vorstandsmitglied Stefan Freitag opfert viele Stunden seiner Freizeit für die Fertigung des Schützenfestvogels . In liebevoller Kleinarbeit fertigt er in seiner Werkstatt den Holzvogel, obwohl er weiß, dass am Ende des Schützenfest nicht viel von dem Federvieh übrig bleibt.